Über mich
Schön, dass du da bist. In zwei Minuten erzähle ich dir, wer hinter Lifecircus steckt und was du hier findest.
Mein Weg
Ich erkläre Astrologie, weil mich das ewige Entweder-oder genervt hat: Esoterik-Pamphlet auf der einen Seite, astrophysikalische Vorlesungen auf der anderen. Und mittendrin die Spiritualität, die mir oft zu abgehoben ist. Lifecircus ist mein eigener Weg: fundiert, bei allem dabei, aber bodenständig und alltagstauglich.
Angefangen hat es mit acht. Meine Großmutter wusste erstaunlich viel über den Sternenhimmel, und ich habe nachts nach oben geschaut und mich gefragt, wo in diesem riesigen Feld eigentlich ich vorkomme. Das war Astronomie, noch keine Astrologie. Die kam erst sehr viel später dazu.
Dazwischen liegt ein ereignisreiches Leben. Ich habe mehrere Tätigkeitsfelder ausprobiert, war angestellt und selbstständig, habe vier Kinder großgezogen und eine Großfamilie von über sechzig Personen zusammengehalten. Ich hatte Erfolge und bin gescheitert, war mit Krankheit und Tod konfrontiert, hatte gute Zeiten und sehr schlechte. Mehr als einmal stand ich am Rand meiner Kräfte. Aber Aufgeben war nie eine Option.
Der Moment, der das alles zusammengefügt hat, kam Mitte fünfzig. Ich lag abends im Bett, und mir wurde klar, wie viel einfacher vieles gewesen wäre, wenn ich früher gewusst hätte, was mir eigentlich mitgegeben wurde. Nicht abstrakt, sondern ganz konkret. Mein Mars wollte immer nach vorn stürmen und meinen Kopf durchsetzen. Mein Merkur hat in manchen Situationen eher destabilisiert als geklärt. Und mein Aszendent in Zwillinge ließ mich Dinge sagen, die anders formuliert besser angekommen wären. Rückblickend hätte ich an vielen Stellen anders gehandelt, wenn ich das gewusst hätte. Ich hätte weniger Ärger und mehr Glücksmomente gehabt.
Als mir das klar wurde, habe ich mein Verhalten daran ausgerichtet. Und was soll ich sagen: Ich reagiere seitdem bewusster und gemäßigter, und ich erreiche häufiger, was ich mir vornehme. Inzwischen schätze ich auch mein Gegenüber meist richtig ein, ohne dessen Horoskop zu kennen. Es gibt kaum noch Menschen, die mich zur Weißglut bringen. Weil ich sie einschätzen und einordnen kann, im großen Ganzen und in meinem kleinen Leben.
Seitdem habe ich mich noch intensiver damit befasst. Kurse, Workshops, Bücher, Kanäle, Vorträge, Podcasts, Lehrgänge, Studien. Vor allem aber habe ich angefangen, das Mystische abzukoppeln, was damals nicht leicht war, weil Astrologie sich fast ausschließlich so präsentierte. Ich habe Konstellationen in meine eigene Sprache übersetzt. Übrig geblieben ist nach mehr als dreißig Jahren die Essenz: das, was immer wieder zutrifft, ohne das Drumherum.
Das heißt ausdrücklich nicht, dass mir das Spirituelle fremd wäre. Im Gegenteil, ich bin überzeugt, dass jeder Mensch ein spirituelles Wesen ist. Ich brauche dafür nur keinen Zauber, sondern etwas, das im Alltag trägt. Und ja: manchmal auch Räucherstäbchen und Klangschalen, Meditation und Rituale. Alles wie es gerade passt und mir hilft.
Was mich an Horoskopen bis heute fasziniert: Sie können erstaunlich viel sichtbar machen. Ein Horoskop zeigt Anlagen, Spannungsfelder, wiederkehrende Muster und die besondere Zeitqualität, in der sich ein Mensch gerade befindet. Doch es beschreibt niemals den ganzen Menschen. Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte, seine Erfahrungen und seine Entscheidungen mit. Die Astrologie ist für mich eine Sprache und ein Werkzeug der Orientierung. Sie kann helfen, blinde Flecken zu erkennen, Gedanken zu ordnen und einen neuen Blick auf eine schwierige Situation zu gewinnen.
Ein Horoskop nimmt uns aber weder Entscheidungen ab noch legt es unser Leben fest. Es kann Tendenzen zeigen. Was daraus entsteht, hängt wesentlich davon ab, wie ein Mensch mit seinen Möglichkeiten umgeht. Astrologie soll nicht dazu führen, dass jemand die eigene Wahrnehmung oder Verantwortung abgibt. Im Gegenteil: Sie sollte helfen, wieder klarer bei sich selbst anzukommen. Wichtig ist mir eine Sprache, die verständlich, menschlich und bodenständig bleibt. Offen für das Geheimnisvolle, das zu jedem Leben gehört, aber ohne daraus mehr Gewissheit zu machen, als wir tatsächlich haben.
Mein wichtigstes Werkzeug dabei ist aber eine Gewohnheit, die ich Rauszoomen nenne. Wer feststeckt, sieht nur das Klein-Klein. Wer rauszoomt, sieht das große Ganze und die Ecken, die aus der Nähe verdeckt sind. Deshalb höre ich bei der Astrologie auch nicht auf: Physik, Astronomie, Geologie, die Geschichte der Menschheit, Philosophie, Religionen. Jedes Feld liefert ein Bild, und erst zusammengesetzt ergeben sie etwas, das sich verstehen lässt. Mich fasziniert die Frage nach Sinn und Bestimmung, und die beantwortet kein Fach allein.
Und deshalb Lifecircus. Ich betrachte das Leben als eine Art Zirkus: bunt, laut, manchmal traurig, voller Menschen mit eigenen Aufgaben und eigenem Gepäck. Wenn mir etwas begegnet, das nicht meins ist, sage ich gern: „Nicht meine Affen, nicht mein Zirkus." Dann ziehe ich mich raus und kümmere mich um das, was mir gehört. Der Unterschied zum echten Zirkus ist nur der: dort genießen wir die Show, im eigenen Leben müssen wir sie selbst gestalten. Ich sitze dabei nicht gern auf dem Zuschauerrang.
Um an die großen und kleinen Steine des Glücks zu kommen, habe ich tausende Kieselsteine und Felsbrocken aus dem Weg geräumt, immer wieder buddeln im Sand des Getriebes, bis am Ende ein Goldnugget daliegt. Daran wird sich nichts ändern. Aber mit der Astrologie gehen die großen Brocken leichter. Heute finde ich jeden Tag mein Goldnugget, manchmal sogar mehrere.
Ich wünsche dir, dass du jeden Tag ein Goldnugget findest,
und sei es nur das Lächeln auf dem Gesicht deines Gegenübers.
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Astrologie im Alltag, Wochenenergien und alles, was mir zwischendurch begegnet.
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